Drentsche Aa Landschaft


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Loopbrug_Drentsche_Aa © Paardbart


Willkommen in der Drentsche Aa Landschaft, nehmen Sie sich Zeit zu entdecken ...

Tausende Jahre von Kultur in einem Fächer sich schlängelnder Ströme

Drentsche Aa: Nationallandschaft und Nationalpark. Das Stromgebiet der Drentsche Aa (34000 Hektar) ist eine so genannte Nationallandschaft.Der zentrale Teil mit etwa 10 000 Hektar ist außerdem auch ein Nationalpark. Diesen doppelten Status hat in den Niederlanden kein anderes Gebiet und beweist, welch eine Besonderheit diese Landschaft ist. Das Drentsche Aa-Gebiet ist eine vielfältige alte Kulturlandschaft, die durch das jahr hunderte lange Nebeneinander von Landbau und Natur entstanden ist.

Unbeschädigte Stromlandschaft

„Drentsche Aa“ ist ein Sammelname für zahlreiche Stromläufe, die sich am Ende wiederzu einem einzigen Strom zusammenfügen. Jeder Wasserlauf hat seinen eigenen lokalen Namen. In allen anderen Teilen der Niederlande wurden fast alle Flüsse und Ströme begradigt - nicht so im Drentsche Aa-Gebiet, wo sich alle Wasserläufe noch ungestört ihren jahrhundertealten, sich schlängelnden Weg bahnen. Die Drentsche Aa ist eins der wertvollsten Tieflandbecken Europas.

Wandern und Radfahren

Wanderer und Radfahrer sind in der Nationallandschaft Drentsche Aa an der richtigen Adresse. Es gibt ein umfangreiches Netzwerk an Wander- und Radwanderwegen sowie stille, zum Teil unbefestigte Pfade. Das Gebiet eignet sich ausgezeichnet zum Reiten, für Mountainbiketouren und Nordic Walking. Die zahlreichen Wander- und Radwanderwege sind markiert und können kostenlos fürs Smartphone von der Website www.annodrenthe.nu heruntergeladen werden.Die drei „Eingänge“ zu diesem Gebiet sind Tynaarlo, Anloo und Rolde. Sie sind ausgezeichnete Ausgangspunkte für eine Wanderung oder Radtour. Es gibt dort ausreichend Parkplätze (siehe Karte).

Üppige Natur

In dieser vielfältigen Landschaft gibt es eine üppige Natur. Das strömende, saubere Wasser ist ein Sammelbecken für Bachfische und Libellen. Die Heuwiesen entlang des Stroms sind für ihren Reichtum an zum Teil seltenen Pflanzen bekannt. In den Holzwällen und Wäldern brüten viele Singvögel, Spechte und Raubvögel. Auf den Heidenfeldern, Wehen und in den Moorseen findet sich wiederum eine andere charakteristische Flora und Fauna.

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Die Angerdorflandschaft

Zusammen mit dem Strom ist auch die alte, charakteristische Angerdorflandschaft erhalten geblieben. Ein typisches Dorf besteht auch einem oder mehreren Angern mit alten Eichen und einigen kurvenreichen Wegen, an denen sich unregelmäßig in der Landschaft verteilt historische Bauernhöfe befinden. Diese klassische Dorfansicht findet man in Anloo, Taarlo, Grolloo und Elp. Auf den am höchsten gelegenen Flächen befinden sich seit jeher die gemeinsamen Ackerböden: die Anger. In den Senken neben dem Strom liegen die Heuwiesen. Holzwällen flankieren die Anger und Stromsenken. Früher befanden sich außerhalb der Wälle weite Heidefelder, deren Überreste nun von Ackern, Weiden und Wäldern durchzogen sind.

Reiche Kulturgeschichte

In der Nationallandschaft Drentsche Aa finden sich Siedlungspuren, die über 5000 Jahre alt sind. Kein anderes Gebiet in den Niederlanden hat ein so großes prähistorisches Erbe. In Strubben-Kniphorstbosch nördlich von Anloo befinden sich 20 Hünenbetten und zahlreiche prähistorische Grabhügel. Dies ist das erste archäologische Reservat der Niederlande. Aus dem Mittelalter stammen erkennbare Karrenspuren, Markiersteine, der älteste sächsische Bauernhof sowie die Kirchen von Anloo und Rolde. Ein Stück interessanter aktueller Geschichte erzählen die vier großen Waldkomplexe im Süden der Nationallandschaft. Sie wurden in der Krise der 1930er Jahre im Rahmen von Arbeitsbeschaffung auf der ehemaligen Heide angepflanzt und sollten Holz für den Bergbau und die Industrie liefern. Inzwischen hat sich das Gebiet zu einem beliebten Ausflugsziel mit einer wertvollen Natur entwickelt.

Lebendiges Besuchernetzwerk

Im Drentsche Aa-Gebiet gibt es kein zentrales Besucherzentrum, sondern ein so genanntes lebendiges Besuchernetzwerk, dass aus kleinen Informationszentren ohne Personal, Informationssäulen auf den Parkplätzen und Informationspunkten bei Gastgebern und Empfangsadressen besteht. Das sind lokale Unternehmer (Landwirte, Ladenbesitzer und Gastwirte). Am Eingang der jeweiligen Gebäude finden Sie entsprechende Informationsschilder. Dort und in den Informationszentren liegt die Ausflugszeitung (Op Stap-krant) mit Karte und Terminkalender aus.

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Informationszentrum Homanshof Anloo

Dieses Informationszentrum der staatlichen Forstverwaltung ist einer der Eingänge zum Nationalpark Drentsche Aa. Es befindet sich in einem charakteristischen Bauernhof im historischen Kern von Anloo. Dort sind eine Ausstellung und ein Film über die Landschaft der Drentsche Aa zu sehen. Es ist auch der Ausgangspunkt einiger markierter Wanderwege. Adresse Lunsenhof 20, Anloo, T. +31 (0)592 273061. Öffnungszeiten 1.4. - 31.10. : 9.00-17.00 Uhr,1.11 - 31.3. : 10.00-17.00 Uhr, montags geschlossen.